Maria Nordman – «Stehende Bilder»

 

4. September – 28. September 2013

 
 

 
 

Schon seit den künstlerischen Anfängen spielt für Maria Nordman die (Stadt-)Architektur eine grosse Rolle. Dies nicht nur in Form von dreidimensionalen Konstruktionen und Interventionen in bestehender Architektur, sondern auch in Form von Zeichnungen oder Musik und Performances, die sich auf die Architektur beziehen. Auch die bei Hilfiker Kunstprojekte ausgestellten «Standing Pictures» («Stehende Bilder») bilden mobile Bauten in der (Raum-)Architektur. Durch die Intervention von Besuchern geben die Holzkisten an Pläne erinnernde Zeichnungen frei, die ihrerseits «in den Raum treten». Maria Nordman hat bereits seit Ende der 1960er-Jahre in den USA und später an zahlreichen Orten in der Welt ihre originäre künstlerische Position entwickelt und damit manche Künstlerinnen und Künstler sowie den Kunstdiskurs der Gegenwart implizit oder explizit beeinflusst – namentlich was den Umgang mit Kunst im öffentlichen Raum betrifft. Was 1967, nach ersten Proszenien-Filmen (M.N.) wie «FILMROOM EAT» und «FILMROOM SMOKE, 1967–PRESENT», in ihrem Studio am Pico Boulevard in Santa Monica, Kalifornien, begann, war das Arbeiten sowohl mit den «natürlichen» Lichtverhältnissen, wie sie von der Sonne vorgegeben werden, als auch mit dem Leben des (metropolitanen) öffentlichen Raums. Maria Nordmans Arbeiten ermöglichen es den Menschen, die ihnen zufällig oder absichtlich begegnen, zu Mitgestaltern zu werden. Der dazukommende Mensch ist vor einer Arbeit –ob bewusst oder unbewusst– nicht allein passiver Empfänger einer sinnlichen Information, sondern selber Akteur/Akteurin und «Realisatrice/Realisateur». Für die Künstlerin zeigt sich eine «Familiarität», eine Verwandtschaft und mögliche Begegnung alles Existierenden: des Menschen, des Tieres, der Pflanze, der Materie.

 

Am Eröffnungstag präsentierte Maria Nordman ein Manifesto aus ihrer neuen Buch-Skulptur. Das grösste ihrer bisher erschienenen Bücher stellt zahlreiche ihrer Arbeiten vor. Diese Lesung des Manifesto on Geo-Aesthetics bildet eine Sequenz der Performance von Maria Nordman mit dem Vierwaldstättersee als Komponisten einer neuen Partitur, interpretiert von den Perkussionisten Beat Forster und Lucio Marelli.

 

HKP_Einladungskarte_MN.pdf

 
 
 


 
 

Erhältliche Werke:

 
 

 
 


 
 

Edition: