Raymond Pettibon

 

28. März – 16. Mai 2012

 
 

 
 

Die Kombination von populären Motiven oder unmittelbar verständlichen Sätzen mit wiederum rätselhaft-fragmentarischen Zeichnungen und in mitunter moralisierendem Ton gehaltenen Textnotaten ist kennzeichnend für Raymond Pettibons Arbeiten. Der (kalli-)graphische Duktus der drei Blätter von 1990 bzw. 1991 erinnert an Cartoons – von herkömmlichen «Bildwitzen» oder niedlichen Comics unterscheiden sich die Werke dieses Künstlers aber fundamental. In der Verbindung von Bild- und Textelementen, die von unterschiedlichster Provenienz sind und diverse Assoziationen wachrufen, folgen auch die hier gezeigten Arbeiten vielmehr der Logik der Collage – dies ein Aspekt übrigens, der sich vor allem die neueren, im letzten Jahrzehnt entstandenen grossformatigen Arbeiten des Künstlers noch weiter verdeutlicht hat, wo indes die lakonisch-konzise Bildsprache, wie man sie in den hier gezeigten Werken der 1990er-Jahre findet, zugunsten eines expressiveren Gestus und verstärkem Einsatz von Farbe zurücktritt.