Mirjam Kradolfer – «prósopon»

 

2. Juni – 10. Juli 2009

 
 

 
 

Es gibt verschiedene Motive, die eine Künstlerin oder einen Künstler dazu führen, sich selber zum Bildobjekt zu machen: Je nach dem geht es vornehmlich um die Ergründung der eigenen Person, um die Frage nach innerem Sein und äusserem Schein und um das Problem der Darstellung dieser Diskrepanz, wobei die Bilder oft als «Selbstporträts» bezeichnet werden; oder aber eine Arbeit dreht sich um allgemeine Fragen der Wahrnehmung und des Wahrgenommenwerdens - ein Künstler begreift sich selber dabei eher pragmatisch als jederzeit zur Verfügung stehender Handlungsträger. In Mirjam Kradolfers (*1979, lebt und arbeitet in St. Gallen) neuen Fotografien sind diese beiden Aspekte zu finden. Fragen der Wahrnehmung und Bildkritik im weiteren Sinne waren schon wichtig in der mit dem ersten Hilfikerpreis prämierten Werkserie, «Alterierte Porträts (Augst Sander)» aus dem Jahre 2007, in welcher Mirjam Kradolfer, die von der Malerei herkommend seit einigen Jahren hauptsächlich im Medium der Fotografie arbeitet, „die oszillierenden und nicht weniger irritierenden Beziehungen zwischen Individualisierung und Typisierung im fotografischen Porträt wieder virulent macht" (Zitat aus dem Jurybericht).

 

HKP_Ausstellungstext Mirjam Kradolfer.pdf

 
 


 
 

Erhältliche Werke:

 
 

 
 


 
 

Edition zur Ausstellung: