Josef Felix Müller – Frühe Arbeiten auf Papier

 

5. September – 19. Oktober 2012

 
 

 
 

Josef Felix Müllers frühere, in ihrer Expressivität enorm prägnante und heftig wirkende Arbeiten auf Papier scheinen zunächst im denkbar stärksten Gegensatz zu stehen zu den plastischen Arbeiten Josef Maria Odermatts, die wir parallel dazu zeigen. Die Ausstellung beschränkt sich auf Josef Felix Müllers Schaffen auf Papier aus den Jahren 1985 bis 1991. Auf den filigranen, zarten Papierbögen –vielfach handelt es sich um eine Art feines Japanpapier mit sehr eigenwilliger, ungleichmässiger Struktur– wirken die Hiebe, Striche und Züge, in denen der Künstler die schwarze Tusche, den Rötel oder auch die Ölfarbe aufgetragen hat, umso ungestümer. Viele der Arbeiten vermitteln eine äusserst düstere, dunkle Stimmung, obschon in ihnen nicht selten heller, heute freilich nachgedunkelter Papiergrund frei bleibt. Im Ton herrscht die Nicht-Farbe Schwarz vor, nicht selten in Kontrast gesetzt dazu ist ein an Blut erinnerndes Rot. Im Zentrum dieser Blätter steht motivisch sehr offensichtlich immer die menschliche Figur, der häufig nur fragmentarisch gezeigte nackte menschliche Körper. Der Kopf, besonders die Augen –und damit, wenn man so will, das Sehen und Gesehenwerden–, sowie die Extremitäten und die Geschlechtsmerkmale spielen dabei die Hauptrolle; sie scheinen immer wieder auch als Anknüpfungspunkte zu funktionieren, als Bindeglieder zwischen den sich im Bildfeld überlagernden oder verschlingenden Körperzeich(nung)en.

 

HKP_Ausstellungstext Josef Felix Müller.pdf

 
 


 
 

Erhältliche Werke:

 
 

 
 

 
 


 
 

Pressestimmen:

 

NLZ_13-09-12.pdf