Alex Silber

Der zeitgenössische Bleistift / the contemporary pencil

 

18. Februar bis 19. März 2016

 

 
 

 
 

Das stetige zeichnerische Festhalten (Notiz nehmen) bedeutet für Alex Silber ein permanentes Fortschreiben in einem zeitbezogenen Kontext. Dies ganz im Sinne des von ihm geprägten Begriffs vom zeitgenössischen Bleistift. Nicht von ungefähr spielt das Wort eine wichtige Rolle innerhalb des zeichnerischen Schreibens.
Hortensia von Roda in Alex Silber COMPANY, Schwabe 2006

 

 

Luzern nimmt im Ausstellungs-Curriculum des Künstlers aus Basel einen prominenten Platz ein.
1972 präsentierte Pablo Stähli in seiner Galerie eine Gruppenausstellung mit Künstlerbüchern, darunter erstmals Arbeiten von Werner Alex Meyer alias Alex Silber. Eben zurück aus den USA wurden frühe Arbeiten aus dem «zeitgenössischen Bleistift», den Tagebüchern, sowie das Konvolut über «Die Gesänge des Maldoror» von Isidore Ducasse (Lautréamont) aus dem Jahr 1971 ausgestellt.
Zwei Jahre später wurde der junge Künstler von Jean-Christophe Ammann in «Transformer – Aspekte der Travestie» mit Objekten, Foto- und Textwerken ausführlicher präsentiert. Darauf folgten bis Ende der 1980er-Jahre rege Ausstellungsbeteiligungen vor allem im Ausland (u.a. 9e Biennale des Jeunes de Paris, Taxis Palais, Innsbruck, Haus am Waldsee, Berlin, The Kitchen, New York, Museum of Art, Houston, USA) ebenso Einzelausstellungen bei Marika Malacorda, Genf, Galerie AK, Frankfurt am Main und Stampa in Basel.
Luzern wurde immer wieder eine Art Rückbesinnung auf Silber’s Startmoment in der Innerschweiz und auch eine Art «Konsolidierungskonstante seiner Werkstrecke» (Martin Kunz). Kunz, der ehem. Direktor des Kunstmuseums Luzern integrierte mit dem Ankauf des Videobands «Das Lied der Heimat» (1977/80) aus der Ausstellung «CH’70–’80» das Schaffen von AS in die Sammlung.1982 installierten Jacques Herzog, Hans Müller und Alex Silber das Architektur- und Kunststatement «Overallcity» in dem von Luigi Kurmann kuratierten Kulturzentrum «Rägeboge». In Kriens, Sempach und Giswil waren Video- und Performance-Auftritte von Alex Silber zu sehen und die freundschaftliche Verbindung zum Künstlerpaar Monika Günther und Ruedi Schill sind Eckpfeiler in der Vita des Künstlers (siehe «Ware Sprache», Apropos 2001).
Nachdem 2013/14 Richard Saltoun in seiner Londoner Galerie mit den Künstlerinnen und Künstlern aus «Transformer» (Ammann’s 1974er-Ausstellung in Luzern) einen Rückblick auf deren frühe Schaffensphasen ermöglichte, wurde in einer Begegnung von Alex Silber mit Markus Hilfiker das Interesse an einer Kooperation geweckt. In der Folge sind nun vom 18. Februar bis 19. März 2016 Werke von Alex Silber aus verschiedenen Schaffensphasen von 1971 bis 2016 zu sehen.

 

 

Werner Meyer (1950) besucht von 1965 bis 1970 die Schule für Gestaltung in Basel und wird Typograph. Während seiner Lehrzeit beschäftigt er sich auch mit Collagen, Karikaturen, Puppentheater und Trickfilmen. Volontariate in den Bereichen Film, Presse und Werbung folgen und er beginnt mit dem Kunstnamen Alex Silber zu arbeiten. Ab 1971 beteiligt er sich an Ausstellungen im In- und Ausland.

Barbara Weber, für die Sammlung des Kunstmuseums Luzern

 
 
 
 
 

Pressestimmen:

nlz_28-02-2016.pdf