Maria Lassnig

 

21. Mai bis 27. Juni 2015

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstag 13:00 – 17:00, oder nach Vereinbarung

Donnerstag, 4. Juni 2015 (Fronleichnam) geschlossen

 

 
 

«Ich will malen, was ich spüre», hat die am 6. Mai 2014 im Alter von 95 Jahren verstorbene Künstlerin Maria Lassnig einmal gesagt. Bei Hilfiker Kunstprojekte sind von der Österreicherin über 20 Arbeiten auf Papier zu sehen. Das früheste Werk – eine noch fast akademische Figurenstudie – stammt aus dem Jahr 1956, die jüngste Arbeit ist mit «Desespoir et brume» betitelt und mit 1997 datiert. Die meist mittel- bis grossformatigen Zeichnungen, Aquarelle und eine Collage aus der zweiten Hälfte der 1980er- bis Anfang der 1990er-Jahre bilden das Zentrum dieser faszinierenden Ausstellung. Sie zeigen einen breiten Überblick über das zeichnerische Schaffen von Maria Lassnig aus dieser Zeit. Die rätselhaften, meist mit Bleistift gezeichneten, teils auch mit Aquarellfarbe akzentuierten Figurationen beeindrucken heute noch mindestens genauso wie in den Jahren ihrer Entstehung. Verfängliche, anspielungsreiche Werktitel zeugen gleichermassen wie die fein gezeichneten, häufig anthropomorphen Formen von Maria Lassnigs unablässiger, konsequenter Beschäftigung mit der Wahrnehmung des (eigenen) menschlichen Körpers und den damit verbundenen Verstrickungen.


Die breite Anerkennung ihres Schaffens und damit einhergehend der grosse Erfolg wurden der Künstlerin erst im hohen Alter zuteil. Glücklicherweise hatte dies das künstlerische Schaffen von Maria Lassnig nicht negativ beeinflusst. Die ausgestellten Werke beweisen es eindrucksvoll.


Die ausgestellten Papierarbeiten von Maria Lassnig stammen aus einem bedeutenden schweizerischen Nachlass. Sie wurden teilweise an den Ausstellungen der Künstlerin im Jahr 1997 im «Neuen Berliner Kunstverein», in der «DAAD-Galerie, Berlin» sowie in der «Kunsthalle Bern» gezeigt und in den jeweiligen Publikationen abgebildet.