Kommende Ausstellungen

 

 

6. Juni – 20. Juli 2012

 

Nach der Natur

Kim Boske, Mirjam Kradolfer, Rémy Markowitsch, Barbara Maria Meyer, Nils Nova, Ursula Palla, Dieter Roth, Christoph Rütimann, Anna-Sabina Zürrer

 

Eröffnung Samstag, 2. Juni 2012, 15:00 – 17:00

 
 

 
 

Abbildung: Kim Boske, Decay Can Be Very Slow, 2008, Lambdaprint, Plexiglas, Aludibond, 96 x 120 cm, © Kim Boske

 

Arbeiten verschiedener Künstlerinnen und Künstler, die bei Hilfiker Kunstprojekte bereits in Einzelausstellungen vorgestellt worden sind, vereint nun eine Gruppenschau unter dem Titel «Nach der Natur». Die Ausstellung besteht aus teils älteren und bekannten, teils aber auch noch nie gezeigten Werken von Mirjam Kradolfer, Rémy Markowitsch, Barbara Maria Meyer, Nils Nova, Christoph Rütimann und Anna-Sabina Zürrer. Weitere die Schau komplettierende Werke stammen von zwei Künstlerinnen, Kim Boske und Ursula Palla, sowie einem Künstler, Dieter Roth, deren Schaffen in unseren Räumen noch nie zu sehen waren.

 

«Nach der Natur» –das Titelmotto ist einer frühen grossen Werkgruppe Rémy Markowitschs entliehen– stellt also sehr unterschiedliche künstlerische Ansätze und Werke zueinander in Beziehung; ein medialer Schwerpunkt liegt bei der Fotografie, ein Umstand, der nicht zuletzt auch die Entwicklungsgeschichte unserer Galerie seit der Eröffnung (damals unter dem Namen «Hilfikerfoto. Raum für zeitgenössische Fotografie») Ende 2008 reflektiert.

 

Der Ausstellungstitel wiederum lässt sich nicht nur in Zusammenhang mit der mittlerweile weitherum als überholt geltenden Auffassung begreifen, nach welcher Fotografie bloss ein technisches Verfahren sei, mit dem eine Wirklichkeit auf eine objektive, quasi «natürliche» Weise abgebildet werde, ohne das dabei gestalterische und damit künstlerische Aspekte zum Tragen kämen. Die Formel spielt, dies soll die Werkauswahl anschaulich machen, über den seit der Antike virulenten kunsttheoretischen Diskurs zur «Mimesis» hinaus, auf unser Verhältnis zur Natur, bzw. zum Begriff «Natur» (als Gegenpart oder begrifflicher Bruder des sogenannt «Künstlichen») an. Weiter kann das «nach» des Titels in seiner zeitlichen Dimension verstanden werden, wobei sich dann –zumal im Medium der Fotografie– auch der Aspekt der Vergänglichkeit und das Bild in seiner Funktion als «memento mori» zeigt. Allerdings ist das ausdrücklich Dokumentarische in der Ausstellung kaum zu finden, dafür aber sehr unterschiedliche Motive des (manchmal abgründig) Phantastischen, des Utopischen und des im eigentlichen Sinne Fiktiven.